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Freiräume öffnen – BrachenBrunch bei EduAction

Freiräume öffnen – ein Widerspruch zum Lernen nach Lehrplan? heißt ein aktueller → Beitrag unseres Trägers Bildungscent e.V. vom 15. Juli 2016:

90 Sekunden Zeit hatte Armin Beber, Programmleiter von KlimaKunstSchule, um beim → EduAction Bildungsgipfel die Arbeit von BildungsCent vorzustellen. Hier können Sie seinen Pitch nachlesen.

Armin hat dabei den Witz des BrachenBrunch prominent eingesetzt: mit DER Blumengondel aller Blumengondeln! Wir freuen uns mit ihm.

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1 Tag, 1 Brache, 1 Brunch – auch 2016

Grafik: unbekannt (Teilnehmer des Workshops)

Der Kultur!ngenieur spricht gerade fleißig neue Schulen an, um Durchführungstermine des BrachenBrunch im Jahr 2016 zu vereinbaren. Befreundete Lehrerinnen sind da natürlich hilfreich … wir sind gespannt! Außerdem geht es um die Weiterentwicklung des Projektes im Kontext von Klima und Commons.

Im November war das Magazin „mobil“ in der Deutschen Bahn ganz und gar dem Thema „Grün“ gewidmet und es gab einige spannende Hinweise, z.B. auch auf Partnerprojekte aus „KlimaKunstSchule“ in Berlin. Leider gibt die Webseite nicht viel Verwertbares dazu her.

Besonders wertvoll war aber der Workshop → Solidarische Versorgungsstrukturen in Nachbarschaften von → sukuma arts e.V. am 21. November 2015 im Rahmen der → Zukunftsstadt Dresden. Es ist nämlich gar nicht so einfach, ein komplettes Leben solidarisch, also wertschätzend und bedarfsgerecht zu strukturieren. Die Gruppe hat es anhand einschlägiger Kostenpunkte durchgerechnet: Wir können noch nicht überall und vollumfänglich autonom vom Markt und den z.T. irrsinnigen Preisen und Praktiken agieren. Deshalb ist noch viel Vermittlungsarbeit nötig. Die Aufgaben reichen vom Essen über das Hausbauen bis zur – Entsorgung des Mülls. sukuma arts hatte dieses Jahr zum Festival → umundu den Boden als Hauptthema gewählt. Das BrachenBrunch beschäftigt sich mit der künstlerischen Verwertbarkeit von Weggeworfenem, Nutzlosem, Zurückgelassenem auf dem Boden der Stadt und der Verantwortung jedes Einzelnen für eben diesen Teil seiner Umwelt.

Die Idee für 2016 geht derzeit dahin, eine künstlerische Aufbereitung von „Bodenproben“ mit dem Aktionsmuster der → gapgroup lückenglück, ausgehend von 1 QM Boden anzustreben. Also die Quadratur des Mülls als sozio-geografische Skulptur (Mobilée, Assemblage, Fotorallye, Puzzle, Memory, …), losgelöst vom Fundort in eine Ausstellung oder ein ganz neues Format zu verwandeln.

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch WEIMAR

BrachenBrunch’15

Foto: Ines Escherich (Goethegymnasium, Vor-Ort-Recherche 26.11.2014)

Es ist noch nicht recht zu erkennen. Aber es zeichnen sich erste Konturen ab …

Im Jahr 2015 geht es weiter. Das BrachenBrunch’15 wird vorr. in Weimar, in Stollberg / Ertzgebirge und auch in Dresden-Löbtau stattfinden. Weitere Projekte sind u.a. in Potsdam geplant. Daneben ist eine Neuaufnahme auf einer Eigenfinanzierung mit der Gartenschule in Lauchhammer-West in Aussicht.

Der Kultur!ngenieur als Dozent wird die methodisch-didaktische Herangehensweise nach den ersten Erfahrungen im Pilotprogramm 2014 ein wenig anpassen – etwa durch bewusstes Anwenden des „Müllcontest“ als Einstieg, um aus vorgefundenem Müll Kunst zu machen. Sonst aber setzt er weiter auf den bewährten Werkzeugwagen und die Neugier an der intensiven gemeinsamen Arbeit vor Ort setzen.

Für die Zusammenarbeit mit offiziellen Partnern gibt es nun ein offenes Anschreiben über die wichtigsten Inhalte des Projektes auf der konkreten Brache für Lehrer_innen und Mitarbeiter_innen aus der Verwaltung.

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KlimaKunstSchule Programmauftakt

Am 30. Juni 2014 fand in Berlin am →  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der → Bettina-von-Arnim-Schule der Auftakt zum Programm → „KlimaKunstSchule“ statt.

Vom Programmverantwortlichen → Bildungscent e.V. ist auf der Projektseite ein → offizieller Beitrag mit zahlreichen Fotos dazu verfasst worden.

Ich selbst war vor Ort und habe einige spannende Eindrücke aus mitgebracht. Neben dem fiktiven Audiorundgang von Alexandre zum Thema „Klima“ am Potsdamer Platz natürlich auch viel aus der Stadt Berlin: Und die haben durchaus ein wenig oder sogar ein wenig mehr mit dem großen Thema Klima zu tun, wenn wir bedenken, dass der Mensch sich ein Welt aus Glas bauen müsste, um sein Klima wirklich kontrollieren zu können und dabei nicht das Klima der Welt zu beeinflussen.

 

urbanofeel BrachenBrunch Ideen Ei

BrachenBrunch / BranchenBuch

Foto: Felix Liebig / Idee: Jan Minack

Oh Mann!

Bei einer Suche im Netz anlässlich der Dokumentation des zweiten BrachenBrunch stellte ich plötzlich fest, dass das von mir geprägte Wort „BrachenBrunch“ und das Wort „Branchenbuch“ Anagramme sind; oder wie in Deutschland seit den Aktivitäten einer großen Tageszeitung dazu üblicher: „Gemischte Doppel“. Man kann also alle Buchstaben des einen Wortes in dem anderen wiederverwenden und umgekehrt.

Was heißt das nun womöglich für die inhaltlichen Fragen des Projektes?

Ich kann ja nur spontan mutmaßen, aber vielleicht das:

Es wäre praktisch, wenn das BrachenBrunch dereinst ein Branchenbuch derjenigen Menschen, Einrichtungen und Betriebe erstellen könnte, die der Idee der Nachhaltigkeit des Projektes, dem Wiederverwerten von Vorgefundenem und Abfallendem mit Herzblut und Verstand verpflichtet sind und sich dafür auf eine Agenda einigen wollen.

Programmstart

In Berlin fand am 30. Juni 2o14 an verschiedenen Orten und der → „Bettina-von-Arnim-Schule“ im Märkischen Viertel der offizielle Programmstart von → „KlimaKunstSchule“ statt. Da passen solche Ideen gut hin, denn es wurde mit ca. 150 Menschen gemeinsam an Ideen für das Klima mittels der Kunst gesponnen. Dabei blieb mit hängen:

  • „Müllfasten“, also weniger Müll durch weniger Verpackungen erzeugen.
  • Schulgarten, den es an der genannten Schule noch nicht gibt, der aber auch in Form von städtischen Hochbeeten vorm Haus o.ä. existieren könnte.
  • „Müllfüllstandsanzeiger“ für die eigene Mülltonne zuhause, indem man jeden Monat ein Foto von der Menge macht und später vergleicht und sein Verhalten anpasst.
  • naja, vielleicht sollte Bildungscent ein „KlimaKunstSchule“-Memory herausgeben. Allein für das BrachenBrunch würden die Werke und Abfälle reichen …

„Artistic Seeds“ heißen die Projekte jetzt verkürzt bei → „Bildungscent“ und werden der Idee der Seeds = Samen = Impulse damit sicher besser gerecht. Manchmal suchen wir ja auch das ei des Columbus und sehen den Wald vor Bäumen nicht – in Sachen Klima hat die Kunst jedenfalls noch viel vor!