BrachenBrunch Stollberg / Erzgebirge 2015

Ein Seed / Eine Seed Bomb wurde – auch symbolisch – ausgesetzt. Ein Keim ist gewachsen; ob er zu einer Pflanze wird, bleibt offen, an Nahrung in Form von neugierigen und hilfsbereiten Bürgern sowie Einrichtungen fehlt es nicht. Die Jugendlichen sind teilweise ideenreich und organisatorisch gewandt, werden aber u.U. zeitlich gebunden sein.

Der Tag des 16. April 2015 war wunderbar, die 25 Jugendlichen einer 9. Klasse des Carl-von-Bach-Gymnasiums in Stollberg / Erzgebirge waren sehr aufgeschlossen, die Zusammenarbeit partnerschaftlich. Die Lehrerin Frau Lippold fördert ihre Schüler auch in einer Kultur-AG.

DieFläche zwischen dem hübsch sanierten „Dürergebiet“ und einem Bürgerpark, zugleich dem Rand der Stadt war eine Brache der Erbauung, eine grobe Wiese mit einigen jungen Kastanien am Saum. Es gab Ausblick auf das Tal und das Rauschen der Autobahn war zu hören. Niemand hatte nichts zu tragen gehabt von den Überresten des ehemaligen Gartencenters Stollberg. Dort war im Vorjahr ein wunderbares Kunstprojekt mit dem freischaffenden Designer Marcel Kabisch verwirklicht worden. Der Lagerplatz wurde ausgebreitet, es gab selbstgebackene Muffins und Brot mit Nougataufstrich. Von einem Schüler wurden weitere Gartengeräte zur Verfügung gestellt und von einem Vater gab es  neben zwei Multicar-Ladungen Mutterboden auch eine saftige Ladung Eis.

Mit dem Hinweis auf den „Essbaren Garten“ in Dresden wurden Ideen für die zahlreichen mitgebrachten Pflanzen und Pflanzbehälter gesucht. Ein prägnanter und gleichsam geschützter Platz wurde für die Objekte gesucht. So entstand peu á peu eine Kräutersiedlung aus Korbgeflechten von mehreren Beteiligten. Sie waren von einer Referendarin aus dem Sperrmüll gesammelt worden. An einem Baum konnte von einer Gruppe eine Blumengondel verwirklicht werden. Ein anderer Baum wurde von zwei jungen Frauen als Pflanzmobilé aus Pflanztöpfen und Flaschen gestaltet. Darunter sammelten sich Hochbeete aus teils selbst gebauten, teils gefundenen Behältern. Der dritte Baum entwickelte sich mit der Hilfe einer Referendarin zu einem Wunschbaum. Zwischen den Bäumen bauten vor allem die Jungs Kartoffel- und Kräuterbeete. Dazwischen zwei Einkaufswagen als noch zur Nutzung freies Hochbeet. Anregungen kamen von einer Urban-Gardening-Expertin.

Das naheglegene Bürgerbegegnungszentrum „Das Dürer“ stellte kurzfristig Wasser zur Verfügung. Eine Passantin interessierte sich sehr für das Projekt und das Schild des Gemeinschaftsgartens, das zwei Schülerinnen im Streetart-Style sprühten. Weitere kleine Schilder wurden von einer Gruppe für die Beete und zum Verständnis des Vorhabens auf Holzresten gemalt. Eine Schülerin dokumentierte selbst fotografisch und baute aus alten Fahrradreifen Blumengondeln.

Die → „Freie Presse“ (Artikel folgt) arbeitete das Projekt journalistisch auf und die Dozentin eines Filmworkshops der Schule fragte mich bei → Aufnahmen (Filmlink folgt) klug über meinen Wunsch für die Stadt von morgen. Da ich keinen Wunschzettel an den Wunschbaum gehängt, aber nachgedacht hatte, antwortete ich:

Die Stadt der Zukunft ist eine Stadt der Gemeinschaft, z.B. im Gemeinschaftsgarten.


Ab durch die Mitte…

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch Stollberg Hinweg

…zum ehem. Gartencenter Stollberg…

…auf die Brache…

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch Stollberg Brache

…erstmal das Brunch…

…und dann das Bauen…

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…bis die Werke stehen…

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…toll!

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch Stollberg Gemeinschaftsgarten


Schlagworte:

Klima, Kunst, Schule, Brache, Brunch, Kulturelle Bildung, Kultur-AG, Lost Place, Stadt, Zukunft, Gemeinschaftsgarten, Urban Gardening, Urban Agriculture, Essbarer Garten, Landart, Soziale / Kommunale Verantwortung, …

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