– BrachenBrunch LH-West

Das “BrachenBrunch” war Höhepunkt mehrerer kleinerer Projekte und vor allem des Fachunterrichts in Biologie, Kunst und politischer Bildung einer 6. Klasse in der → Gartenschule Lauchhammer-West. Als Ergebnis präsentierten die Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer in der darauffolgenden Woche ihre Arbeiten auf der Brachfläche in Lauchhammer-West nördlich des Bahnhofs. Dazu gab es sowohl in der Presse einen Beitrag in der → „Lausitzer Rundschau“ (noch nicht vorgelegt) als auch im Fernsehen einen → Beitrag von WMZ.

Der Weg von der Schule zur Brache wurde mit dem Werkzeugwagen und einem weiteren Handwagen in voller Montur der in der Schule selbst nach dem Vorbild vom ersten Projekt gestalteten Overalls bestritten. Nahe der Brache begann eine erste Abfallsammlung. Auf der Brache wurde zunächst eine kleine Diskussion zu den Kernthemen des Projektes anhand der methodischen Vorlagen geführt und auch spontan eine Schweigeminute zum Aufsaugen der Ortsathmosphäre eingelegt.

Die Schulleiterin Martina Theunert, die Lehrerin Frau Vetter und einige Eltern waren sechs Stunden auf der Brache. Die 19 Schülerinnen und Schüler schufen in fünf Gruppen kleinere und größere Kunstwerke / Installationen sowie in Zusammenhang mit einer der Installationen auch eine improvisierte Performance. Dabei bedienten sie sich einfallsreich der zuvor auf dem anschließenden Waldgelände in einem „Lineup“ gesammelten und hernach in einem „Showaround“ gezeigten und sortierten Materialien und der für das Projekt bereitgestellten Werkzeuge.

Die fünf künstlerischen Werke der Gruppen umfassten beinahe ausschließlich unterschiedliche thematische Hinwendungen zum Haus und häuslicher Phänomenologie. Sie wurde auch in der Performance anhand eines in Zeitraffer dargestellten Tagesverlauf präsentiert. Schulleiterin, Lehrerin und Eltern wirkten wie selbstverständlich an den Werken mit. Zum Mittag gab es aus der Feldküche Nudeln mit Tomatensoße für alle.

Persönliches Feedback von Felix Liebig: “Beeindruckend für mich als Künstler, der diesen einen Tag in einer größeren Serie als Impuls gab, war erneut die kreative Selbständigkeit der jungen Menschen und die Zusammenarbeit mit den anwesenden Erwachsenen. Bei diesem Umfang der Selbstwirksamkeit der Jugendlichen, die unkompliziert und durchaus mit den Themen vertraut sind, waren methodische Eingriffe kaum nötig. „Schweigeminute“, „Lineup“ und „Showaround“ waren dafür spontan wirksame Eingebungen. Die Aufgabenteilung und Gruppenfindung verlief problemlos anhand der gesammelten Materialien und amit verbundenen Interessen, es bestand eine hohe Motivation und die bereitgestellten Werkzeuge wurden von allen wie selbstverständlich in Besitz genommen und genutzt. Überraschend war die ideenreiche Performance einer Gruppe sechs junger Frauen in ihrem ebenso findig aus dem vorgefundenen Material gefertigten „Haus“. Aber auch generell ist für den Architekten natürlich die variantenreiche Auseinandersetzung mit dem Kosmos Haus, seinen Formen und Ausstattungen – zumal aus Vorgefundenem – überwältigend. Eine rundum gelungene Expedition!”

Wie vorher vereinbart, wurden von der Stadt Lauchhammer im Rahmen der Aktion nicht nur die Brache zur Verfügung gestellt, sondern der Restmüll nachher abtransportiert. Vielen Dank dafür an den Bürgermeister Roland Pohlenz und Martina Theunert!


Auf weiteren Unterseiten findet sich eine sortierte Sammlung der Dokumentationsfotos von Felix Liebig.

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