– High5 Ostrale014

Wie angekündigt fand am 20. Mai 2014 abends in drei Toren der nun von der → „Ostrale“ genutzten ehem. Futterställe des Schlachthofes die Vernissage zur Ausstellung „High5“ des → „Gymnasiums Bürgerwiese“ statt. An einem wundervollen Abend und dem ersten wirklich warmen Tag versammelten sich Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Dozentinnen und Dozentin sowie die beteiligten Jugendlichen in einer freien, lockeren künstlerischen Szenerie mit ganz viel Charme.

Auch Katharina, Max und Jarek von Bildungsvent e.V. waren da. Katharina und Max hatten einen Stand für das Programm → „KlimaKunstSchule“ mit echten Samenbomben aufgebaut. Jarek interviewte fleißig Jugendliche – auch mich, sodass wir mit einem Filmchen rechnen dürfen.

Mein persönlicher Kommentar:

„Für das BrachenBrunch am spannendsten war das Ergebnis der sog. „Wochen der Nachhaltigkeit“ unter dem Titel „brache.kunst!“ in Tor6, in denen die Schülerinnen und Schüler vom 5. Mai bis 20. Mai 2014 im Gelände der Ostrale Zeit hatten, ihre Erkenntnisse aus dem BrachenBrunch und dem Kunstunterricht der Schule zu weiteren Kunstwerken zu verfeinern. Die Vielfalt und Zahl der Ergebnisse von Assamblagen über Fotos und Plastiken bis hin zu Zeichnungen war beeindruckend und ist eine wertvolle künstlerische Ressource dafür, was Müll bzw. vorgefundenes Material dank menschlicher Kreativität leisten kann. Ein kleiner Schock war es deshalb zunächst, dass der Wunsch der Grundstücksverwaltung nach dem Abbau der Kunstwerke auf der Brache eher unkonkret zu vernehmen war: Klar muss eine Ausstellung einmal abgebaut werden. Wie aber ist das mit Dingen, die die „graue Masse“ uns unbekannter Menschen auf der Brache im Ostragehege hinterlassen hat und die wir zu Kunstwerken verarbeitet haben? Vorher war der Müll von unsichtbaren Passanten und Bauarbeitern auch unsichtbar. Nun hat er eine sichtbare Form – erst darin ist er Kunst (wie auch das → Zitat von Paul Klee beweist). Adressiert werden für dessen Dasein freilich die Künstler: die Jugendlichen, die Eltern, die Dozentinnen und Dozentin, die Lehrerinnen und Lehrer. – Zur Hilfe kam uns in dieser Diskussion eine Mitstreiterin des globalisierungskritischen dresdner → „umundu-Festival„. Es wird vom 17. bis 25. Oktober 2014 – das war an dem Tag brandneu – vorraussichtlich im Neubau des Gymasium Bürgerwiese stattfinden. Die im Programm „KlimaKunstSchule“ vorgesehene Nachbereitung des BrachenBrunch könnte also die kunstpädagogische Brücke zwischen dem Ausprobieren künstlerischer Praktiken und dem Verstehen von  Kunst und Konsumkritik bauen, anstatt einfach nur die Kunst abzubauen und die aus dem Zivilisationsmüll mühsam extrahierte Kunst wieder zur Brache machen zu müssen. Das ist sicher kreativer und die Zeichen der Zeit stehen gut dafür.“


Die beschriebenen Eindrücke sind in einer Reihe Fotos zusammengefasst:

Am Anfang einige Eindrücke von der Ausstellung selbst und der Einführung:


Nun die tollen Exponate:


Und zum Abschluss einige Eindrücke von der Performance und der Umgebung:

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s