Stadtkohlrabi Felix Liebig Farbkreis

Müllstreetwork

Nachdem Bildungscent e.V. in Berlin keine Weiterfinanzierung für das BrachenBrunch auftreiben konnte, geht es nun in Dresden an zwei Stellen weiter. Das sind Arbeitspakete zum einen

  • bei dem von ESF geförderten Projekt StadtKohlRabi mit dem UFER Projekte Dresden e.V. und zum anderen
  • bei dem vom Bund geförderten Projekt KunstStoffSchmiede [KUSS] mit dem Konglomerat e.V.

Dementsprechend gibt es jetzt zwei GROSSE MENÜPUNKTE für die beiden Projektkosmen, die sich nach und nach mit Beiträgen füllen werden. Die Daten vom BrachenBrunch 2014 bis 2016 sind in dem MENÜ ARCHIV zu finden.

Der Fokus der Projektarbeit hat sich in den außerschulischen Bereich verschoben. Das BrachenBrunch transformiert sich von einem Projekttag in verschiedene kleinere Formate wie

  • sog. Cleanups á 1 Stunde
  • Müllexpeditionen á 2-3 Stunden
  • Müllaktionstage á 1 Tag
  • Müllcamps á 1 Woche.

Dabei ist die Zusammenarbeit mit Partnern, insbesondere Sozialarbeitern und vor allem der berühmt-berüchtigten „Zielgruppe“, deren Freizeit und Neigungen, wichtig. Das sind vor allem Jugendliche ab 13 Jahre und Erwachsene allen Alters. Felix sagt dazu:

Wir arbeiten als **Müll-Streetworker** bzw. **aufsuchende Umweltpädagogen** vor Ort und führen Tagebuch über jeden Schritt und Erfolg. Somit gehen wir als **Müllsquat** voran und gewinnen Jugendliche an Ort und Stelle—oder eben nicht. Aber da sind wir optimistisch! Und hecken dann mit ihnen gemeinsame (Müll)Projekte aus. Und wenn es das „Schiebeauto“ auf dem Plattenwerk Johannstadt ist oder Spraydosenpyramiden, durch die dann Skater in Actionvideos fahren…

Das Tagebuch gibt es schon, ein altes gefundenes (sic!) Photoalbum wird uns die nächsten zwei Jahre begleiten! Was dem Initiator hier besonders wichtig ist:

Müll nicht nur sammeln—siehe Müllexpeditionen, sondern den weiterhin künstlerisch sichtbar machen—in Skulpturen, Aktionen usw.—und vor Ort in Gesprächen das Bewusstsein und die Haltung der Jugendlichen erforschen und Impulse sinnlicher Art für einen bewussteren Umgang geben—uns ruhig auch zum „Müll-Klaus“ zu machen!

Wie im Bild zu sehen, sind seit dem Projektstart bereits Vorrecherchen und zwei kleinere Projekttage zum kommunalen dresdner ProgrammSauber ist schöner gelaufen und haben Erstaunliches ergeben!

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urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch Stollberg Blumenhalter

Freiräume öffnen – BrachenBrunch bei EduAction

Freiräume öffnen – ein Widerspruch zum Lernen nach Lehrplan? heißt ein aktueller → Beitrag unseres Trägers Bildungscent e.V. vom 15. Juli 2016:

90 Sekunden Zeit hatte Armin Beber, Programmleiter von KlimaKunstSchule, um beim → EduAction Bildungsgipfel die Arbeit von BildungsCent vorzustellen. Hier können Sie seinen Pitch nachlesen.

Armin hat dabei den Witz des BrachenBrunch prominent eingesetzt: mit DER Blumengondel aller Blumengondeln! Wir freuen uns mit ihm.

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch16 St-Afra Tag 3 Panoptikum

Ruhig in die Röhre gucken

Foto: Felix Liebig, 10. Juni 2016

In Meißen auf St. Afra haben wir 3 Tage am Stück Kunst aus Müll erschaffen. Bestimmt 20 Werke sind es geworden – von Panoptikum in der Drainageröhre bis zur interaktiven Video-Klang-Installation aus Geräuschen und Bilder der „Alten Ziegelei“. Inspiriert war diese Seed von Ausstellungsbesuchen in Dresden. Garniert wurde sie von einer bunten Vernissage zum Schuljahresabschluss.

Mehr sehen! äh: einfach mal in die Röhre gucken.

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch 2016 Coswig Milis Detail Schild

Sonderangebote

Fotos: Felix Liebig, 23. Mai 2016

Hach, war das schön, z.B. dass es trotz gehörigem Lampenfieber beim Dozenten ein richtig genialer Tag war beim BrachenBrunch in Coswig 😉 Die Jugendlichen haben sehr selbständig gearbeitet. Es war fast so, als würden die den ganzen Tag nichts anderes machen, als kreativ zu arbeiten – oder sie haben sich wirklich sehr drauf gefreut. Und das war augenscheinlich so. Wir hatten viel Spaß. Die Bandbreite der Objekte ging vom Schneckengemälde – mit lebendigen Probanden! – bis zur Hütte für zwei (Jungs). Das passte insofern, dass der neue Eigentümer der Fläche eine durchaus respektable Baufirma für Energieeffizienzhäuser betreibt und auf der Fläche 28 Häuser bauen und auch weiterhin vermieten und betreuen wird. Vielleicht helfen die Jungs ihm ja dabei!

Nicht nur bei Sonderangeboten lohnt es sich, aus Altem Neues zu machen.

Mehr auf der Dokumentationsseite. Und nach Lage der Dinge war das 2016 noch nicht alles vom BrachenBrunch …

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1 Tag, 1 Brache, 1 Brunch – auch 2016

Grafik: unbekannt (Teilnehmer des Workshops)

Der Kultur!ngenieur spricht gerade fleißig neue Schulen an, um Durchführungstermine des BrachenBrunch im Jahr 2016 zu vereinbaren. Befreundete Lehrerinnen sind da natürlich hilfreich … wir sind gespannt! Außerdem geht es um die Weiterentwicklung des Projektes im Kontext von Klima und Commons.

Im November war das Magazin „mobil“ in der Deutschen Bahn ganz und gar dem Thema „Grün“ gewidmet und es gab einige spannende Hinweise, z.B. auch auf Partnerprojekte aus „KlimaKunstSchule“ in Berlin. Leider gibt die Webseite nicht viel Verwertbares dazu her.

Besonders wertvoll war aber der Workshop → Solidarische Versorgungsstrukturen in Nachbarschaften von → sukuma arts e.V. am 21. November 2015 im Rahmen der → Zukunftsstadt Dresden. Es ist nämlich gar nicht so einfach, ein komplettes Leben solidarisch, also wertschätzend und bedarfsgerecht zu strukturieren. Die Gruppe hat es anhand einschlägiger Kostenpunkte durchgerechnet: Wir können noch nicht überall und vollumfänglich autonom vom Markt und den z.T. irrsinnigen Preisen und Praktiken agieren. Deshalb ist noch viel Vermittlungsarbeit nötig. Die Aufgaben reichen vom Essen über das Hausbauen bis zur – Entsorgung des Mülls. sukuma arts hatte dieses Jahr zum Festival → umundu den Boden als Hauptthema gewählt. Das BrachenBrunch beschäftigt sich mit der künstlerischen Verwertbarkeit von Weggeworfenem, Nutzlosem, Zurückgelassenem auf dem Boden der Stadt und der Verantwortung jedes Einzelnen für eben diesen Teil seiner Umwelt.

Die Idee für 2016 geht derzeit dahin, eine künstlerische Aufbereitung von „Bodenproben“ mit dem Aktionsmuster der → gapgroup lückenglück, ausgehend von 1 QM Boden anzustreben. Also die Quadratur des Mülls als sozio-geografische Skulptur (Mobilée, Assemblage, Fotorallye, Puzzle, Memory, …), losgelöst vom Fundort in eine Ausstellung oder ein ganz neues Format zu verwandeln.

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Drei mal Brunch und nicht genug

Nun sind die ersten drei offiziellen Workshopseeds des BrachenBrunch 2015 geleistet:

Das Schuljahr neigt sich schon wieder fast dem Ende. Für jedes BrachenBrunch gibt es nun eine Dokumentationsseite!

Und eine freie Anfrage eines Bildungsträgers und eine Anfrage einer Schule gibt es für Sommer und Herbst auch schon …

Olafur Eliasson Kunstzeitung Feb15

Olafur Eliassons Mutter Erde

Der mittlerweile international sehr bekannte Künstler > Olafur Eliasson (Homepage) arbeitet oft und in vergleichsweise großen Maßstäben in einer Spanne zwischen Architektur und Land Art mit natürlichem Material. Er ist damit einer von diversen Künstlern in diesem Feld. Soeben hat die Kunstzeitung (Verlag der Kunstzeitung) einen Beitrag über „Mutter Erde – Künstler und ihr natürliches Material“ veröffentlicht, den ich in Bezug auf das BrachenBrunch’15 lesenswert finde.

Freilich in einem viel kleineren Maßstab und viel näher am individuellen oder kooperativen Schaffen von Jugendlichen und Erwachsenen selbst gibt das BrachenBrunch die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit vorgefundenem Material, seinem (klimatischen) Kontext und seiner Verwendbarkeit im zumeist bedeutungsfreien Außenraum (der Stadtbrache) ebenso wie im inszenatorischen Innenraum (einer Ausstellung).

Und warum sollen wir uns nicht etwas von den Großen abschauen?

Olafur Eliasson Kunstzeitung Februar 2015 (PDF)