urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch Stollberg Blumenhalter

Freiräume öffnen – BrachenBrunch bei EduAction

Freiräume öffnen – ein Widerspruch zum Lernen nach Lehrplan? heißt ein aktueller → Beitrag unseres Trägers Bildungscent e.V. vom 15. Juli 2016:

90 Sekunden Zeit hatte Armin Beber, Programmleiter von KlimaKunstSchule, um beim → EduAction Bildungsgipfel die Arbeit von BildungsCent vorzustellen. Hier können Sie seinen Pitch nachlesen.

Armin hat dabei den Witz des BrachenBrunch prominent eingesetzt: mit DER Blumengondel aller Blumengondeln! Wir freuen uns mit ihm.

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urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch16 St-Afra Tag 3 Panoptikum

Ruhig in die Röhre gucken

Foto: Felix Liebig, 10. Juni 2016

In Meißen auf St. Afra haben wir 3 Tage am Stück Kunst aus Müll erschaffen. Bestimmt 20 Werke sind es geworden – von Panoptikum in der Drainageröhre bis zur interaktiven Video-Klang-Installation aus Geräuschen und Bilder der „Alten Ziegelei“. Inspiriert war diese Seed von Ausstellungsbesuchen in Dresden. Garniert wurde sie von einer bunten Vernissage zum Schuljahresabschluss.

Mehr sehen! äh: einfach mal in die Röhre gucken.

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch 2016 Coswig Milis Detail Schild

Sonderangebote

Fotos: Felix Liebig, 23. Mai 2016

Hach, war das schön, z.B. dass es trotz gehörigem Lampenfieber beim Dozenten ein richtig genialer Tag war beim BrachenBrunch in Coswig 😉 Die Jugendlichen haben sehr selbständig gearbeitet. Es war fast so, als würden die den ganzen Tag nichts anderes machen, als kreativ zu arbeiten – oder sie haben sich wirklich sehr drauf gefreut. Und das war augenscheinlich so. Wir hatten viel Spaß. Die Bandbreite der Objekte ging vom Schneckengemälde – mit lebendigen Probanden! – bis zur Hütte für zwei (Jungs). Das passte insofern, dass der neue Eigentümer der Fläche eine durchaus respektable Baufirma für Energieeffizienzhäuser betreibt und auf der Fläche 28 Häuser bauen und auch weiterhin vermieten und betreuen wird. Vielleicht helfen die Jungs ihm ja dabei!

Nicht nur bei Sonderangeboten lohnt es sich, aus Altem Neues zu machen.

Mehr auf der Dokumentationsseite. Und nach Lage der Dinge war das 2016 noch nicht alles vom BrachenBrunch …

urbanofeel BrachenBrunch Innovationsraum urbanofeel BrachenBrunch Innovationsraum

1 Tag, 1 Brache, 1 Brunch – auch 2016

Grafik: unbekannt (Teilnehmer des Workshops)

Der Kultur!ngenieur spricht gerade fleißig neue Schulen an, um Durchführungstermine des BrachenBrunch im Jahr 2016 zu vereinbaren. Befreundete Lehrerinnen sind da natürlich hilfreich … wir sind gespannt! Außerdem geht es um die Weiterentwicklung des Projektes im Kontext von Klima und Commons.

Im November war das Magazin „mobil“ in der Deutschen Bahn ganz und gar dem Thema „Grün“ gewidmet und es gab einige spannende Hinweise, z.B. auch auf Partnerprojekte aus „KlimaKunstSchule“ in Berlin. Leider gibt die Webseite nicht viel Verwertbares dazu her.

Besonders wertvoll war aber der Workshop → Solidarische Versorgungsstrukturen in Nachbarschaften von → sukuma arts e.V. am 21. November 2015 im Rahmen der → Zukunftsstadt Dresden. Es ist nämlich gar nicht so einfach, ein komplettes Leben solidarisch, also wertschätzend und bedarfsgerecht zu strukturieren. Die Gruppe hat es anhand einschlägiger Kostenpunkte durchgerechnet: Wir können noch nicht überall und vollumfänglich autonom vom Markt und den z.T. irrsinnigen Preisen und Praktiken agieren. Deshalb ist noch viel Vermittlungsarbeit nötig. Die Aufgaben reichen vom Essen über das Hausbauen bis zur – Entsorgung des Mülls. sukuma arts hatte dieses Jahr zum Festival → umundu den Boden als Hauptthema gewählt. Das BrachenBrunch beschäftigt sich mit der künstlerischen Verwertbarkeit von Weggeworfenem, Nutzlosem, Zurückgelassenem auf dem Boden der Stadt und der Verantwortung jedes Einzelnen für eben diesen Teil seiner Umwelt.

Die Idee für 2016 geht derzeit dahin, eine künstlerische Aufbereitung von „Bodenproben“ mit dem Aktionsmuster der → gapgroup lückenglück, ausgehend von 1 QM Boden anzustreben. Also die Quadratur des Mülls als sozio-geografische Skulptur (Mobilée, Assemblage, Fotorallye, Puzzle, Memory, …), losgelöst vom Fundort in eine Ausstellung oder ein ganz neues Format zu verwandeln.

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch Stollberg Blumenhalter

Drei mal Brunch und nicht genug

Nun sind die ersten drei offiziellen Workshopseeds des BrachenBrunch 2015 geleistet:

Das Schuljahr neigt sich schon wieder fast dem Ende. Für jedes BrachenBrunch gibt es nun eine Dokumentationsseite!

Und eine freie Anfrage eines Bildungsträgers und eine Anfrage einer Schule gibt es für Sommer und Herbst auch schon …

Olafur Eliasson Kunstzeitung Feb15

Olafur Eliassons Mutter Erde

Der mittlerweile international sehr bekannte Künstler > Olafur Eliasson (Homepage) arbeitet oft und in vergleichsweise großen Maßstäben in einer Spanne zwischen Architektur und Land Art mit natürlichem Material. Er ist damit einer von diversen Künstlern in diesem Feld. Soeben hat die Kunstzeitung (Verlag der Kunstzeitung) einen Beitrag über „Mutter Erde – Künstler und ihr natürliches Material“ veröffentlicht, den ich in Bezug auf das BrachenBrunch’15 lesenswert finde.

Freilich in einem viel kleineren Maßstab und viel näher am individuellen oder kooperativen Schaffen von Jugendlichen und Erwachsenen selbst gibt das BrachenBrunch die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit vorgefundenem Material, seinem (klimatischen) Kontext und seiner Verwendbarkeit im zumeist bedeutungsfreien Außenraum (der Stadtbrache) ebenso wie im inszenatorischen Innenraum (einer Ausstellung).

Und warum sollen wir uns nicht etwas von den Großen abschauen?

Olafur Eliasson Kunstzeitung Februar 2015 (PDF)

urbanofeel Felix Liebig BrachenBrunch WEIMAR

BrachenBrunch’15

Foto: Ines Escherich (Goethegymnasium, Vor-Ort-Recherche 26.11.2014)

Es ist noch nicht recht zu erkennen. Aber es zeichnen sich erste Konturen ab …

Im Jahr 2015 geht es weiter. Das BrachenBrunch’15 wird vorr. in Weimar, in Stollberg / Ertzgebirge und auch in Dresden-Löbtau stattfinden. Weitere Projekte sind u.a. in Potsdam geplant. Daneben ist eine Neuaufnahme auf einer Eigenfinanzierung mit der Gartenschule in Lauchhammer-West in Aussicht.

Der Kultur!ngenieur als Dozent wird die methodisch-didaktische Herangehensweise nach den ersten Erfahrungen im Pilotprogramm 2014 ein wenig anpassen – etwa durch bewusstes Anwenden des „Müllcontest“ als Einstieg, um aus vorgefundenem Müll Kunst zu machen. Sonst aber setzt er weiter auf den bewährten Werkzeugwagen und die Neugier an der intensiven gemeinsamen Arbeit vor Ort setzen.

Für die Zusammenarbeit mit offiziellen Partnern gibt es nun ein offenes Anschreiben über die wichtigsten Inhalte des Projektes auf der konkreten Brache für Lehrer_innen und Mitarbeiter_innen aus der Verwaltung.